25. Todestag

Am 27.4.1992 verstarb der französische Komponist und Organist Olivier Messiaen. Seine Orgelmusik gilt als Höhepunkt seines Schaffens. Neben Komponisten wie Bach oder Reger ist er einer der wenigen, dessen Orgelmusik als zentraler Bestandteil seines Wirkens betrachtet werden kann.

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Von Studio Harcourt – Bibliothèque nationale de France, Gemeinfrei

Die farbigen Werke zwischen Theologie, Harmonie, Ontologie und Rhythmus erreichen zudem mit den Orgelzyklen die Ausprägung einer völlig eigenen Gattung. Außerdem streift Messiaen modernste Techniken der Komposition wie die Zwölftontechnik oder serielle Musik. Dennoch bietet er dem Hörer immer die Möglichkeit, seine Kompositionen gut nachzuvollziehen, indem einzelne Parameter der Musik verständlich bleiben, während andere, insbesondere die Rhythmik, zu außergewöhnlich originellen Lösungen ausgebaut werden.

Messiaen erläuterte seine Musik und gab Hörhilfen, indem er Aspekte jedes einzelnen Satzes der Zyklen beschrieb. Dennoch unterlag er nicht der Versuchung, einer Art von Programmmusik zu verfallen. Kompositorische Verfahren und abstrakte Strukturen mischte er mit Vorstellungskraft und Fantasie.

Dominik Susteck